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Betreff: PM REGIONALVERBAND – PM – Übung am Flughafen Saarbrücken und im Klinikum Saarbrücken

Rund 50 Einsatzkräfte üben den Ernstfall am Flughafen Saarbrücken und im Klinikum Saarbrücken Infektionsschutzübung bringt Vielzahl von Organisationen zusammen Verschiedene Akteure des Katastrophen- und Gesundheitsschutzes haben heute auf dem Gelände des Flughafens Saarbrücken die Akutversorgung eines hochansteckenden Fluggastes sowie das Kontaktpersonen-Management der weiteren Passagiere geübt. Über mehrere Stunden wurde ein realistisches Szenario von Landung über Erstversorgung, Abtransport und Behandlung im Klinikum Saarbrücken durchgespielt. Neben dem Gesundheitsamt des Regionalverbandes Saarbrücken waren auch der Flughafen Saarbrücken, der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF), das Klinikum auf dem Winterberg, Bundes- und Landespolizei sowie rund 30 Statisten in die Übung eingebunden. Übungsszenario: Flugpassagierin mit Ebola-Verdacht Simuliert wurde die akute Erkrankung einer Flugpassagierin, die sich als Ärztin auf der Rückreise von seinem Einsatz im Ebola-Gebiet im Kongo befindet. Nach dem Umstieg in Paris sitzt sie im Linienflug nach Frankfurt. Laut Drehbuch zwingt die rasante Verschlechterung ihres Gesundheitszustands die Piloten des Regionaljets zu einer Entscheidung: Notlandung auf dem Flughafen Saarbrücken. Die Aufgabe für die Einsatzkräfte: die medizinische Notversorgung der betroffenen Patientin durch den ZRF, der infektionsgeschützte Transport zum Klinikum Saarbrücken und die dortige Behandlung. Eine weitere Herausforderung ist das Management potenziell infizierter Kontaktpersonen – gespielt von rund 30 Statisten. Rettungsdienst, Flughafen, Klinikum und Gesundheitsbehörde arbeiten zusammen Während das ZRF-Rettungsteam den Erkrankten in Schutzausrüstung notversorgt und für den Rettungstransport vorbereitet, betreut ein Team des Gesundheitsamtes Saarbrücken die übrigen Passagiere. In persönlicher Schutzausrüstung teilt es diese noch im Flugzeug nach Ansteckungsrisiko in Kontaktpersonengruppen ein. Anschließend werden die Gruppen in die benachbarte Flugzeughalle geleitet, die weitere Einsatzteams vorbereitet und in Einsatzbereiche eingeteilt haben. Dort empfängt sie das Personal des Gesundheitsamtes und informiert jeden Einzelnen über die vermutete Erkrankung und mögliche Ansteckungswege. Die Kontaktdaten aller Passagiere werden erfasst und kontrolliert. Personen mit einem geringen Ansteckungsrisiko dürfen weiterreisen. Passagiere, die einen engeren Kontakt zur Erkrankten hatten und damit einer höheren Infektionsgefahr ausgesetzt waren, kommen bis zur Entwarnung in eine Quarantäne-Einrichtung. Rettungskette über das Klinikum Saarbrücken bis zur Spezialeinrichtung Die Übungspatientin wird nach Erstversorgung im Flugzeug und anschließendem Rettungstransport vorübergehend vom Notfallteam des Klinikums Saarbrücken aufgenommen. Das für den Isolationsraum zuständige Personal der Zentralen Notaufnahme (ZNA) übt dann das Arbeiten unter entsprechenden Schutzmaßnahmen. Der Betrieb der ZNA läuft währenddessen uneingeschränkt weiter. Die Alarmierung des Kompetenzzentrums für Hochpathogene Infektionserreger (KHPI) in Frankfurt am Main aktiviert eine Spezialeinheit, die speziell für den Transport von Patienten mit hochgefährlichen Erkrankungen ausgestattet und geschult ist. Diese macht sich – lediglich fiktiv – auf den Weg, die Patientin im Klinikum Saarbrücken zu übernehmen und in die Sonder-Isolierstation des Universitätsklinikums Frankfurt am Main zu überführen. Mit Übergabe der Ebola-Patientin endet die Übung für die letzten beteiligten Kräfte gegen 13 Uhr. Auswertung soll Einsatzpläne verbessern Hochpathogene Krankheitserreger führen häufig zu schweren Krankheitsverläufen mit hoher Sterblichkeitsrate, besonders bei viral hämorrhagischem Fieber wie Ebola. Wie realistisch das Saarbrücker Übungsszenario war, zeigte ein tatsächlicher Fall im Juni dieses Jahres, bei dem ein Passagier nach der Landung in Paris mit Ebola-Symptomen aus dem Flugzeug heraus isoliert wurde. „In unserer Verantwortung für den Schutz der Menschen in unserer Region haben wir diese Übung durchgeführt, um bestmöglich für den Ernstfall gewappnet zu sein“, so Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger. „Das Team unseres Gesundheitsamtes hat ein anspruchsvolles Szenario vorbereitet. Ich bin stolz auf die Leistung aller beteiligten Einsatzkräfte und den guten Verlauf dieser Übung.“ Die Übung prüfte die abgestimmten Vorgehensweisen auf Wirksamkeit und Vollständigkeit. Die Gesamtübungsleitung und Leiterin des Gesundheitsamtes Saarbrücken, Susanne Neu, zieht eine positive Bilanz: „Die Zusammenarbeit und die Professionalität aller beteiligten Einheiten bewegten sich auf höchstem Niveau.“ Eine detaillierte Auswertung soll helfen, die Einsatzpläne aller Beteiligten weiterzuentwickeln und die Schnittstellen zwischen den Organisationen zu optimieren. Zur Übung wurde eine Vielzahl externer Beobachter aus verschiedenen Institutionen Deutschlands eingeladen. Dazu gehören das Robert Koch-Institut in Berlin, das Kompetenzzentrum für Hochpathogene Infektionserreger in Frankfurt am Main, die Bundeswehr, die Untere Katastrophenschutzbehörde des Regionalverbands Saarbrücken sowie weitere Institutionen. Sie bewerteten die Arbeitsabläufe, das Zusammenwirken der Kräfte und die Gesamtorganisation der Lagebewältigung. BU1: Rettungsdienst-Mitarbeitende in Schutzanzügen betreten das Flugzeug. (Foto: Stephan Hett/Regionalverband Saarbrücken) BU2: Ein Team des Gesundheitsamts des Regionalverbands Saarbrücken unterteilt die Flugpassagiere nach Ansteckungsgefahr in Risikogruppen. (Foto: Stephan Hett/Regionalverband Saarbrücken) BU3: Im Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg übernehmen Mitarbeitende der Zentralen Notaufnahme (ZNA) die potenziell hochansteckende Übungspatientin. (Foto: Klinikum Saarbrücken)

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