St. Ingbert erhält Erinnerungsstücke aus dem Nachlass von Dr. Karl Martin
Stephan Rojahn übergab Totenmaske, Architektenpläne, Fotografien und eine Familienchronik an die Stadt; die Unterlagen sollen künftig im Stadtarchiv ausgewertet und verwahrt werden.

Die Stadt St. Ingbert hat historische Erinnerungsstücke aus dem Nachlass von Dr. Karl Martin erhalten. Stephan Rojahn, Enkel des ehemaligen Pulverfabrikanten, übergab der Stadt bedeutende Unterlagen und Objekte aus dem Familiennachlass.
Zu den überreichten Stücken gehören die Totenmaske von Dr. Karl Martin, originale Architektenpläne des heutigen Kulturhauses, historische Fotografien sowie eine Familienchronik. Nach Angaben der Stadt geben die Unterlagen wertvolle Einblicke in die Geschichte der Familie Martin, der Pulvermühle und die Entwicklung eines der markantesten Gebäude St. Ingberts.
Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer dankte Stephan Rojahn für die Schenkung. Mit den Erinnerungsstücken bleibe ein bedeutendes Kapitel der St. Ingberter Stadtgeschichte dauerhaft erhalten, hieß es. Die Unterlagen seien nicht nur für das Stadtarchiv von großem Wert, sondern machten die Geschichte der Stadt auch für künftige Generationen erlebbar.
Das heutige Kulturhaus wurde 1928 als Villa des Pulverfabrikanten Dr. Karl Martin errichtet. Heute dient das denkmalgeschützte Gebäude als Kulturhaus, Trauort der Stadt St. Ingbert und Standort der Volkshochschule.
Die übergebenen Unterlagen dokumentieren die Geschichte der Familie Martin über mehrere Generationen. Die familiären Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1662 zurück. Ergänzt werden sie durch historische Fotografien der Pulvermühle und des Anwesens sowie durch Dokumente zur Entwicklung des Geländes.
Aus den Notizen geht zudem hervor, dass sich auf dem Anwesen unter anderem ein Schwimmbad befand, das heute als Teich angelegt ist. Auch Hinweise auf die Geschichte der Pulvermühle und ihrer Besitzer finden sich in den Unterlagen.
Nach Angaben von Stephan Rojahn stammen die Erinnerungsstücke aus dem Nachlass seiner Familie und wurden über Jahrzehnte sorgfältig aufbewahrt. Mit der Übergabe an die Stadt sollen sie dauerhaft gesichert und der Öffentlichkeit sowie der historischen Forschung zugänglich gemacht werden.
Die historischen Dokumente und Objekte werden nun ausgewertet und künftig im Stadtarchiv St. Ingbert verwahrt. Dort stehen sie für die wissenschaftliche Aufarbeitung der Stadtgeschichte sowie für künftige Ausstellungen und Publikationen zur Verfügung.
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