St. Ingbert ruft zu bewussem Trinkwassersparen auf
Biosphären-Stadtwerke und Stadt bitten wegen anhaltender Trockenheit und Hitze um Maßnahmen wie kein Poolbefüllen und weniger Gartenbewässerung.
Die Stadt St. Ingbert und die Biosphären-Stadtwerke rufen die Bevölkerung zu einem bewussten und sparsamen Umgang mit Trinkwasser auf. Anlass sind die anhaltend hohen Temperaturen und die andauernde Trockenheit, die derzeit für einen deutlich höheren Wasserverbrauch als gewöhnlich sorgen.
Nach Angaben der Stadt kann es trotz Regen Monate oder sogar Jahre dauern, bis Wasser durch die Gesteinsschichten in die Förderbereiche der Trinkwasserbrunnen gelangt. Wie lange dieser Prozess dauert, hängt insbesondere von der Art des Bodens und dessen Versickerungsfähigkeit ab.
In der Region sind die Kapazitäten der Wassergewinnung demnach auch in Hitzeperioden grundsätzlich ausreichend. Dennoch soll das Versorgungssystem entlastet werden. Die Stadt empfiehlt deshalb unter anderem, die Gartenbewässerung nicht während der Tageshitze durchzuführen und Swimmingpools nicht zu den Hauptverbrauchszeiten am Vormittag oder frühen Abend zu befüllen.
Technische Engpässe durch hohe Gleichzeitigkeit
Als häufigsten Grund für technische Engpässe in der Trinkwasserversorgung nennt die Mitteilung nicht einen generellen Wassermangel, sondern Verbrauchsspitzen an heißen Sommertagen. Wenn in kurzer Zeit zu viel Wasser gleichzeitig angefordert werde, könnten Systeme im Extremfall überfordert werden. Betroffen seien dann Pumpleistung sowie Aufbereitungs-, Leitungs- und Hochbehälterkapazitäten, die auf einen niedrigeren Bedarf ausgelegt seien.
Was Bürgerinnen und Bürger tun können
Die Stadt bittet gemeinsam mit den Stadtwerken alle Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe. Genannt werden folgende Maßnahmen:
- Möglichst auf das Befüllen von Pools und größeren Planschbecken verzichten.
- Garten und Rasen nur bewässern, wenn es unbedingt notwendig ist.
- Gesammeltes Regenwasser zum Gießen nutzen.
- Auf die Autowäsche verzichten.
- Wasser beim Zähneputzen oder Einseifen nicht unnötig laufen lassen.
- Lieber kurz duschen als ein Vollbad nehmen.
- Wasch- und Spülmaschinen nur vollständig beladen nutzen.
Nach Darstellung der Stadt machen bereits viele kleine Beiträge einen großen Unterschied. Wenn alle gemeinsam bewusst mit Trinkwasser umgingen, könne die Versorgung auch während der aktuellen Trockenperiode zuverlässig aufrechterhalten werden.
Die Stadt St. Ingbert und die Biosphären-Stadtwerke wollen die Bevölkerung fortlaufend über die aktuelle Lage informieren.
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