Historische Wirth-Presse in Homburg wieder in Betrieb

Eine rund 200 Jahre alte Druckerpresse ist im Siebenpfeifferhaus in Homburg erstmals nach ihrer Aufarbeitung wieder in Betrieb genommen worden. Die Stanhope-Presse, auch Wirth-Presse genannt, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vom Zweibrücker Maschinenbauer Christian Dingler gefertigt.
Klaus Meissner, pensionierter Maschinenbauingenieur, setzte die rund 880 Kilogramm schwere Presse in der Tadano-Lehrwerkstatt in Zweibrücken wieder in ihren ursprünglichen Zustand. Zuvor war sie als Exponat der Bayerischen Landesausstellung „Ludwig I. – Bayerns größter König?“ in Regensburg gezeigt worden. Die Presse gehört der Stadt Homburg und steht seit vielen Jahren im Siebenpfeifferhaus.
Ein Zeugnis der Demokratiegeschichte
Johann Georg August Wirth druckte Anfang des 19. Jahrhunderts in Homburg Flugblätter auf der Presse. Wirth und Philipp Jakob Siebenpfeiffer gehörten zu den wichtigen Vorkämpfern der deutschen Demokratie- und Freiheitsbewegung im Vormärz und waren Hauptinitiatoren des Hambacher Festes 1832. Die Presse steht damit auch für die Auseinandersetzung um Freiheit und Demokratie.
Im Zuge der Vorstellung wurden außerdem zwei Plaketten mit QR-Codes enthüllt. Sie informieren über das Siebenpfeifferhaus und die Druckerpresse. Über die Codes lassen sich vor Ort Beiträge des Saarländischen Rundfunks aus der ARD-Mediathek oder Audiothek kostenlos abrufen.
Lesung mit Ahmad Mansour
Zum Programm der „HomBuch. Das Lesefest 2026“ gehörte auch eine Lesung von Ahmad Mansour. Der Diplompsychologe trug aus seinem Buch „Haltung ohne Hass - Eine Aufforderung“ vor und beantwortete Fragen des Moderators Peter König und des Publikums.
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