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Ensdorf setzt auf regelmäßige Baumkontrollen mit Baumkataster

Gemeinde erfasst rund 3.100 Bäume elektronisch und dokumentiert Zustand, Vitalität und Schäden – mit passenden Kontrollintervallen und Fachfirmen für Maßnahmen

Von Redaktion Ensdorf02.09.26, 12:12

Baumkontrollen in Ensdorf sichern Verkehrssicherheit und Grünflächen

Die Gemeinde Ensdorf verfügt trotz ihrer vergleichsweise kleinen Fläche über einen großen Anteil an Grünflächen und Bäumen. Der zentral gelegene Park umfasst allein rund 17.000 Quadratmeter. Grünanlagen seien nicht nur ein wichtiger Bestandteil des Ortsbildes, sondern auch ein erheblicher Vermögenswert, heißt es aus der Verwaltung. Das von der Gemeinde erstellte Grünflächenkataster umfasst unter anderem über 4.000 Quadratmeter Beetflächen, fast 46.000 Quadratmeter Rasenflächen, rund 38.000 Quadratmeter Wiesenflächen und etwa 1.400 Quadratmeter Schnitthecken.

Um den Überblick über die dazugehörigen rund 3.100 Bäume zu behalten, setzt die Gemeinde seit 2013 auf ein Baumkataster. Es dient der Verkehrssicherheit von Bürgerinnen und Bürgern. Jeder Baum beziehungsweise jede Baumgruppe, die in die Zuständigkeit der Gemeindeverwaltung fällt, wird darin elektronisch erfasst und regelmäßig kontrolliert.

Dokumentation und Kontrollen

Erfasst werden neben den Grunddaten wie Baumart, Höhe, Stammumfang, Alter und Kronendurchmesser auch Zustand und Vitalität des jeweiligen Baumes. Dabei wird unter anderem geprüft, wie die Baumscheibe beschaffen ist, ob Schäden an Wurzeln, Stamm oder Krone erkennbar sind und ob der Baum vital, geschwächt oder bereits abgängig ist. Im Kataster sind außerdem die Kontrollintervalle jedes Baumes hinterlegt.

Wenn Maßnahmen erforderlich werden, beauftragt die Gemeinde Fachfirmen. Zu den Arbeiten zählen unter anderem die Herstellung von Lichtraumprofilen, die Entnahme von Totholz zur Sicherung des Schwimmbadgeländes oder der Blockhütte, die Pflege von ortsbildprägenden Bäumen, Formschnitte sowie die Beseitigung von Sturmschäden.

Schutz der alten Kastanie an der Saarlouiser Straße

Ein besonderer Auftrag ergab sich in diesem Jahr durch die Baustelle zur Lochbachverrohrung in der Saarlouiser Straße. Im Mittelpunkt stand dabei die Sicherung der alten Kastanie. Um den Schutz des ortsbildprägenden Baumes sicherzustellen, beauftragte die Verwaltung eine Fachfirma mit der ökologischen Baubegleitung. Der Wurzelverlauf des Baumes wurde überprüft, notwendige kleinere Wurzelschnitte wurden fachgerecht durchgeführt. Für November ist zudem ein Kronenschnitt vorgesehen. Ziel der Maßnahmen ist es, den Baum bestmöglich zu schützen und möglichst unbeschädigt durch die Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Verrohrung des Lochbachs zu bringen.

Bilanz bei Extremwetterereignissen

Im laufenden Jahr ist die Gemeinde bislang mit einem „blauen Auge“ davongekommen. Lediglich zwei jüngere Bäume mussten infolge von Gewitterereignissen gefällt werden. Hinzu kamen zwei größere Astabbrüche. Drei weitere Fällungen älterer Bäume waren wegen altersbedingten Verfalls sowie Pilz- und Insektenbefalls erforderlich.

Das dabei anfallende Stammholz wird, wo immer möglich, einer weiteren Verwendung zugeführt. So wurde das Stammholz einer Linde beispielsweise als Sitzgelegenheit rund um den Spielplatz im Ensdorfer Park weitergenutzt. Dadurch bleibt das Holz im natürlichen Kreislauf erhalten und erhält zugleich eine neue, praktische Funktion innerhalb der Grünanlagen.

Die regelmäßige Kontrolle, Pflege und fachgerechte Unterhaltung der Grünanlagen sei eine wichtige Investition in die Zukunft, so die Gemeinde. Sie trage zur Verkehrssicherheit und zu einem gepflegten Ortsbild bei, biete zugleich natürlichen sommerlichen Hitzeschutz und schaffe Lebensräume sowie Rückzugsorte für Singvögel, Insekten und viele weitere Tiere. Damit leisteten die Grünanlagen einen wichtigen Beitrag zu einem lebenswerten, sicheren und ökologisch wertvollen Ensdorf.

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Sturmschaden am Schwimmbad.
Sturmschaden am Schwimmbadgelände (vermutlich).Foto: gemeinde-ensdorf.de

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