Kostenfreie Führungen in Saarbrücken am 13. September
Regionalverband Saarbrücken und Historisches Museum Saar bieten unter anderem Termine rund um das Saarbrücker Schloss, die Unterirdische Burg, die Gestapozelle und das Schlossgespenst.
Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, bietet der Regionalverband Saarbrücken mehrere kostenfreie Führungen rund um das Saarbrücker Schloss an. Auch das Historische Museum Saar öffnet an diesem Tag mit freiem Eintritt und bietet mehrere Führungen an.
Führungen im Saarbrücker Schloss
Im KulturOrt Saarbrücker Schloss führt Kunsthistorikerin Nicole Baronsky-Ottmann um 12 Uhr und um 14 Uhr auf den Spuren des Architekten Gottfried Böhm durch das Schloss. Zusätzlich findet um 10 Uhr die rund 90-minütige Führung „Das Barocke Schloss“ mit Yogi Scholt statt. Dabei erfahren die Teilnehmenden, wie sich das Leben am und um das Schloss zur Zeit des Barock gestaltete und hören Anekdoten aus dem Saarbrücker Fürstenhaus.
Auch das Schlossgespenst ist an diesem Tag unterwegs und zeigt den jüngsten Besucherinnen und Besuchern um 11 Uhr und um 15 Uhr sein Zuhause sowie die Überreste des roten Turms unterhalb des Schlosses.
Für die kostenfreien Führungen ist eine Anmeldung telefonisch unter 0681 506 6006 oder per E-Mail an [email protected] erforderlich.
Führungen im Historischen Museum Saar
Auch das Historische Museum Saar bietet am Tag des offenen Denkmals mehrere kostenfreie Führungen an. Zur Unterirdischen Burg finden Führungen jeweils um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr statt. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Eine Vorabanmeldung ist unter www.tickets.historisches-museum.org möglich. Restplätze werden nach Eintreffen vergeben.
Zusätzlich gibt es Führungen zur Gestapozelle um 12 Uhr und um 16 Uhr. Der Eintritt ins Museum ist an diesem Tag frei.
Hintergrund zum Saarbrücker Schloss
Das Saarbrücker Schloss ist ein prägendes Wahrzeichen der Stadt und eng mit der politischen, gesellschaftlichen und architektonischen Entwicklung der Region verbunden. Es geht auf Fürst Wilhelm Heinrich zurück, der ab 1739 an der Stelle der mittelalterlichen Burg und des Renaissance-Schlosses durch Friedrich Joachim Stengel ein Barockschloss errichten ließ. Dieses wurde 1793 zerstört. Nach dem Wiederaufbau durch Johann Adam Knipper im Jahr 1810 wurde es im 19. Jahrhundert stark verändert.
Ab 1935 nutzte die Geheime Staatspolizei den Nord-Flügel des Schlosses als Verhör- und Inhaftierungsstätte. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss Ende der 1940er Jahre wiederhergestellt. Von 1982 bis 1989 erfolgte eine umfassende Sanierung zum Bürgerschloss mit dem Mittelbau aus Glas und Stahl von Gottfried Böhm.
Vierzehn Meter unterhalb des heutigen Schlossplatzes liegt zudem die unterirdische Burganlage, ein archäologisch einzigartiges Gelände.
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