Mehr als 90 Kinder erleben Physik- und Chemieshow an der Uni

Mehr als 90 Kinder aus dem Saarpfalz-Kreis erlebten an der Universität des Saarlandes eine Physik- und Chemieshow mit Feuer, Explosionen und flüssigem Stickstoff.

Von Redaktion LK Saarpfalz-Kreis1 Min. Lesezeit

Mehr als 90 Kinder aus der Ferienbetreuung freiwilliger Ganztagsschulen im Saarpfalz-Kreis haben an der Universität des Saarlandes eine Physik- und Chemieshow erlebt. Die sogenannte „Staunvorlesung“ führte sie von Feuer und Explosionen bis zu den extrem niedrigen Temperaturen flüssigen Stickstoffs.

Dr. Thomas John aus der Fachrichtung Physik gestaltete die Vorführung gemeinsam mit Labortechnikerin Henrike Waller und mehreren Hilfskräften. Eine Gurke begann zu leuchten, Feuer flammte auf und Experimente erzeugten Rauch und Explosionen. Die Kinder konnten die Temperatur des flüssigen Stickstoffs mit minus 196,4 Grad Celsius messen. Unter dem Motto „Wir reisen von sehr heiß nach sehr kalt“ reichte die Reise durch die Naturwissenschaften laut Mitteilung bis zu rund 20.000 Grad Celsius.

Aus Sicherheitsgründen blieb die erste Sitzreihe im Hörsaal gesperrt. Nach der Show erhielten die Kinder bei einer Führung Einblicke in den Universitätscampus; anschließend besuchten sie die Mensa.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Schulbüro der Universität und der Stabsstelle zur Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels, Bildung und Demographie des Saarpfalz-Kreises. Beide sind Verbundpartner im Netzwerk „SaarMINT“. Die Kooperation hatte Kindern freiwilliger Ganztagsschulen bereits zu Jahresbeginn Besuche in den Schülerlaboren ermöglicht. Die Show wurde nun für eine größere Zahl von Kindern angeboten.

Das Netzwerk „SaarMINT“ wird im Rahmen des Förderprogramms „MINT-Cluster III“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Ziel ist es, außerschulische Angebote aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik für möglichst viele Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren zugänglich zu machen. Landrat Frank John sagte: „Wir wollen Kindern die Möglichkeit geben, ihre Talente zu entdecken – unabhängig davon, welche Chancen sie bisher hatten.“

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