Initiative „Bürgermeister für einen starken Automobilstandort“ erweitert Forderungskatalog
Vier Oberbürgermeister sprechen mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und richten den Fokus auf die gesamte Mobilitätsindustrie
Die Initiative „Bürgermeister für einen starken Automobilstandort“ hat ihren Forderungskatalog angesichts der angespannten Lage der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie umfassend weiterentwickelt. Unter dem Leitgedanken „Starke Automobil- und Mobilitätsindustrie. Starke Städte. Starkes Deutschland und Europa.“ fordert sie deutlich schnellere politische Entscheidungen und mehr industriepolitischen Nachdruck in Berlin und Brüssel.
Die vier Köpfe der Initiative – die Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper aus Stuttgart, Dennis Weilmann aus Wolfsburg, Simon Blümcke aus Friedrichshafen und Uwe Conradt aus Saarbrücken – wenden sich nach eigenen Angaben an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und bieten ein persönliches Gespräch an. Im Mittelpunkt steht die Forderung, die Lage der Automobilstandorte und die notwendigen politischen Schritte auf nationaler und europäischer Ebene zügig zu erörtern.
Forderung nach schnellen Entscheidungen
Nach Auffassung der Initiative müssen die Standortentscheidungen jetzt fallen. Unternehmen entschieden heute darüber, wo sie investieren, wo neue Produkte entwickelt werden und wo künftig Arbeitsplätze entstehen, heißt es in der Pressemitteilung. Jeder weitere Monat ohne verlässliche Rahmenbedingungen erhöhe das Risiko, dass Investitionen verzögert oder außerhalb Deutschlands und Europas realisiert werden.
Von der Bundesregierung erwarten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister eine starke industriepolitische Initiative auf nationaler Ebene und mehr Nachdruck in den laufenden Beratungen in Brüssel. Wesentliche Fragen des europäischen Automotive Package dürften aus Sicht der Initiative nicht erst im ersten Quartal 2027 entschieden werden.
Die gesamte Mobilitätsindustrie im Blick
Mit dem neuen Positionspapier erweitert die Initiative ihren Blick über die klassische Pkw-Industrie hinaus. Hersteller, Zulieferunternehmen, Nutzfahrzeughersteller, Batterie- und Halbleiterunternehmen sowie Software- und Technologieunternehmen sollen gemeinsam betrachtet werden. Unverhältnismäßige Belastungen dürften nicht dazu führen, dass Investitionen außerhalb Deutschlands und Europas stattfinden.
Die Initiative versteht sich als kommunale Stimme der Automobil- und Mobilitätsstandorte. Sie wurde von den Oberbürgermeistern von Stuttgart, Wolfsburg, Friedrichshafen und Saarbrücken ins Leben gerufen; inzwischen haben sich nach Angaben der Mitteilung zahlreiche weitere Städte aus dem Bundesgebiet mit bedeutenden Standorten der Automobil-, Zuliefer- und Mobilitätsindustrie angeschlossen.
Positionspapier und weitere Informationen
Das Positionspapier trägt den Titel „Starke Automobil- und Mobilitätsindustrie. Starke Städte. Starkes Deutschland und Europa.“ und ist vom 24.08.2026 datiert. Es beschreibt unter anderem die Bedeutung von Technologieoffenheit, fairen Wettbewerbsbedingungen, einer stärkeren Berücksichtigung der gesamten Mobilitätsindustrie sowie einer schnelleren Infrastruktur- und Genehmigungspolitik.
Das vollständige Positionspapier ist online unter www.saarbruecken.de abrufbar.
„Die Standortentscheidungen fallen jetzt - nicht 2027“, erklären die Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper, Dennis Weilmann, Simon Blümcke und Uwe Conradt in der Mitteilung. Deutschland und Europa bräuchten jetzt eine klare industriepolitische Antwort mit mehr Wettbewerbsfähigkeit, echter Technologieoffenheit, schnelleren Entscheidungen und deutlich besseren Bedingungen für Investitionen.
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